FAMILIENGOTTESDIENST ERNTEDANKFEST

ernte
Bildrechte Robert Schön

Felix will Pfannkuchen – und die Mutter wird ihm auch welche machen, wenn er die Zutaten dafür besorgt. Das wurde dann doch eine längere Angelegenheit, wie Claudia Lachmann beim Familiengottesdienst zum Erntedankfest im ev. Gemeindezentrum Arnstorf erzählte. Der Junge musste tatsächlich Getreide vom Feld ernten und zu Mehl verarbeiten, eine Kuh melken und Butter machen sowie sich vom Huhn Eier legen lassen. Und Feuer im Herd musste auch noch gemacht werden, ganz abgesehen vom Geschirr, das auch noch gebraucht wird. Damit wurde den Gottesdienstbesuchern bewusst gemacht, wieviel Arbeit dahintersteckt, bis das Essen auf den Tisch kommt bzw. überhaupt Nahrungsmittel zum Verspeisen bereit sind. Selbst bei vermeintlich einfachen Lebensmitteln wie einem Apfel muss erst aus dem Kern ein Baum wachsen, der mehrere Jahre und Pflege braucht, bis er Früchte trägt und auch das Ernten ist dann mit Arbeit verbunden. „Wissenschaftler, Landwirte und Gärtner haben schon großes Wissen angehäuft, um die besten Erträge in der Lebensmittelgewinnung zu erzielen“, fasste Pfarrer Robert Schön in der Predigt zusammen: „Doch warum die Vorgänge in der Natur genau so ablaufen, damit Lebensmittel entstehen können, das bleibt dem Menschen letztlich unergründlich. Für Christen ist dies Grund zur Dankbarkeit gegenüber Gott, der das Leben auf der Welt geschaffen hat und erhält. Weil diese Einsicht und daraus folgend die Dankbarkeit oft einfach vergessen wird, ist das Erntedankfest eine gute Gelegenheit, die Menschen wieder daran zu erinnern. Deutlich wird dieser Dank im Gottesdienst zum Ausdruck gebracht, wenn in der Kirche der Altar festlich geschmückt ist mit vielen verschiedenen Lebensmitteln und dem Ertrag aus Feldern und Gärten.“ Dafür waren am Vortag Mitglieder des Kirchenvorstands tätig gewesen. Bei der feierlichen Gestaltung des Gottesdienstes wirkten außerdem die Konfirmanden des neuen Jahrgangs mit, die ihr Lieblingsessen vorstellten. Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes sorgten Sarah Schön an der Orgel sowie Claudia Lachmann mit der Gitarre. Nach der Feier des Abendmahls und dem Segen blieben viele noch zum gemeinsamen Mittagessen im Gemeindezentrum.