Die Gebetswoche für die Einheit der Christen, die jedes Jahr im Januar gefeiert wird, dient zur Stärkung der Gemeinschaft der Christen weltweit. Darum werden Thema und Ablauf der Feier jedes Jahr von den Angehörigen einer anderen christlichen Konfession festgelegt. So feierten die evangelischen und katholischen Christen aus Arnstorf, Roßbach und Umgebung ihren Gottesdienst in der Kirche in Obergrafendorf nach der Liturgie der Armenisch – Apostolischen Orthodoxen Kirchen. Dazu begrüßte Gemeindereferentin Veronika Gerstl die Anwesenden und den evangelischen Pfarrer Robert Schön aus Arnstorf.
Besondere Bedeutung hatte in dieser Feier das Licht. Jesus Christus nennt sich im Evangelium selbst das Licht der Welt und die Gläubigen in Armenien ehren ihn in ihren Gottesdiensten als den, der das Licht in ihr Leben gebracht hat. So betete Pfarrer Schön mit den Worten:
„Gnädiger Herr, Gott aller, Wegweiser für die Verlorenen, Licht für alle, die in der Finsternis sind. Unsere Augen richten sich auf dich, höre unsere Gebete. Möge die Sonne deiner Herrlichkeit strahlen und allen Licht und Leben schenken, vom Osten bis zum Westen und vom Norden bis zum Süden. Lass die Morgenstrahlen deines ewigen Frühlings uns erwecken, die wir auf dein Kommen warten. O Jesus Christus, Licht vom Licht.“
Nach diesem Gebet wurde von der Osterkerze ausgehend das Licht an die Anwesenden weitergegeben. In seiner Ansprache berichtete Pfarrer Schön dann über Christentum und Kirche in Armenien, das das erste Land ist, in dem (im Jahr 301) das Christentum offiziell als Religion angenommen wurde. Mit dem gemeinsamen Segen durch Pfarrer und Gemeindereferentin fand der Gottesdienst seinen Abschluss, der musikalisch vom Kirchenchor begleitet wurde.
