Die ökumenische Jahresbeginnandacht, die am Sonntag von evangelischen und katholischen Christen in der St.-Martins-Kirche in Höherskirchen gefeiert wurde, war wieder ein Anziehungspunkt zahlreicher Gläubiger aus den umliegenden Orten. Pfarrer Pater Paul Mrotek und Pfarrer Robert Schön begingen mit den Versammelten diese Stunde in diesem noch jungen Jahr, die von bekannten Weihnachtsliedern umrahmt wurde.
„Am Anfang des neuen Jahres haben wir uns versammelt, um uns für die kommende Zeit unter den besonderen Segen Gottes zu stellen.“ So bat Pfarrer Pater Paul Mrotek Gott um seine Begleitung. Er trug einen einprägsamen Meditationstext vor, der sich mit dem „Gott meiner Wege“ beschäftigte. Er wisse um die Erfahrungen jedes einzelnen, kennt alle Irrwege und Sackgassen. „Ich bitte dich um Kraft, meinem Weg eine neue Richtung zu geben, wenn es nötig ist.“ Auch wenn es ungewohnte Wege sein sollten.
Die Predigt hielt Pfarrer Robert Schön. Er bezog sich auf den Satz „Jesus Christus gestern, heute und derselbe auch in Ewigkeit“ aus dem Brief an die Hebräer im Neuen Testament der Bibel. Gerade in diesen Tagen am Ende eines vorherigen und dem Beginn eines neuen Jahres könne bei vielen der Eindruck entstehen, dass sie sich eingefügt erleben und mitgerissen vom Strom der Zeit, sagte er. Auf der Suche nach Halt und Beständigkeit bietet sich da Jesus Christus an: Er, der ewig war und bleiben wird. Er ist es auch, der die Menschen begleiten will mit seiner Zuwendung und seinem Segen, im neuen Jahr 2026 wie auch alle Zeit, so lange die Welt besteht. Weil er mit uns geht, werden Zuversicht und Hoffnung der Gläubigen gestärkt, dass auch dieses Jahr wieder ein „Jahr des Herrn – anno domini“ – werden wird.
Der Schlusssegen bezog am Anfang des Jahres unter anderem alle Kinder mit ein, die heuer geboren werden, Paare die heiraten, Menschen, die eine neue Arbeit beginnen oder umziehen, Kinder, die zur Schule kommen und Jugendliche, die eine Ausbildung beginnen bis hin zu jenen Menschen, die auf der Flucht sind und ihre Heimat verloren haben.
Initiator dieser mittlerweile langjährigen Tradition, ist der Obst- und Gartenbauverein Simbach, der die Teilnehmer im Anschluss einlud, unter freiem Himmel den Abend bei Punsch und Stollen einzuleiten.
Anwesend waren Pater Karol Pietrusik, Pater Paul Mrotek, Pfarrer Schön, Anton Wieser vom Gartenbauverein und Mesnerin Marianne Eglseder, die die Kirche für die Andacht festlich geschmückt und vorbereitet hatte.
