FAMILIENGOTTESDIENST

FAMILIENGOTTESDIENST
Bildrechte: Robert Schön

 FAMILIENGOTTESDIENST ev. Gemeindezentrum Arnstorf

Über ein Jahr Corona-Pandemie mit vielfachen Auswirkungen auf das Leben. Wie geht es uns damit? Haben wir uns daran gewöhnt? Was hat dies verändert, im Alltag, im Umgang miteinander? Das sind einige Fragen, die den Anlass gaben zum Familiengottesdienst im Freien im Garten des ev. Gemeindezentrums in Arnstorf. Dieser wurde gefeiert ziemlich genau ein Jahr, nachdem seit Beginn der Corona-Pandemie wieder Gottesdienste mit Besuchern in persönlicher Anwesenheit möglich geworden waren. In Arnstorf konnte die ev. Kirchengemeinde seitdem Gottesdienste nur im Freien feiern, um genügend Mitchristen die Teilnahme zu ermöglichen. Besonders die Kinder hatten schon lange darauf gewartet, dass Kirchenmaus Valentin, bekannt aus dem Zwergerlgottesdienst, sich wieder mal blicken lässt. Lektor Jörg Henzen hatte die Handpuppe mitgebracht: Zusammen mit ihr, Pfarrer Schön und den großen und kleinen Gottesdienstbesuchern befasste er sich damit, welche Veränderungen die notwendigen Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie im Leben ausgelöst haben. Kleine und auch Große erzählten vor allem davon, welche Auswirkungen dies auf das Zusammensein hatte, besonders mit Freunden und Verwandten, die weiter entfernt wohnen. Mit vielen war nur Kontakt möglich auf Abstand oder über Telefon und Internet. Selbst das Zusammensein in der Schule wurde von den Kindern vermisst. Doch bei der Aufzählung aller Beschränkungen und nicht so angenehmen und traurigen Erfahrungen wollten die Anwesenden nicht stehen bleiben. Es wurden auch viele Möglichkeiten und Gedanken angesprochen, die trotzdem Hoffnung und Freude verbreiten. Zentral dazu ist die Gewissheit, die der christliche Glaube verkündet: Gott ist da, der Welt und den Menschen zeigt er doch auf vielfache Weise seine Zuwendung und dass er sie nicht alleine lässt, gerade in schwierigen Zeiten. Gudrun Richter-Förtsch las dazu aus der Bibel den Satz vor, mit dem Gott nach der Sintflut der Menschheit sein Versprechen gegen hat: „Solange die Erde besteht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ So konnten die Anwesenden nach genauerem Überlegen auch viele Zeichen der Hoffnung finden: Dankbarkeit dafür, dass sie diese Zeit überstanden, ohne schwer krank zu werden, Dank dafür, dass es gelungen ist, mit Impfstoffen wirksame Mittel gegen die Pandemie zu entwickeln, Dank auch für gewonnene Zeit, in der neue Musikinstrumente oder das Skateboardfahren erlernt werden konnten. Im Fürbittengebet trugen Sarah Schön und Pfarrer Robert Schön dann weitere Anliegen der Anwesenden vor und brachten sie damit vor Gott. Der Segen, der die Freude über das passende Wetter (nachdem dieser Gottesdienst am Sonntag zuvor wegen Regen nicht hatte stattfinden können) mit dem Dank an Helga Scholz für die musikalische Begleitung auf dem E-Piano beschloss den Gottesdienst.