ZWERGERLGOTTESDIENST FÜR ALLE / ARNSTORF

Zwergerlgottesdienst
Bildrechte: Robert Schön


Auch von leichtem Regen und Feuchtigkeit ließen sich viele Kleine und Große nicht davon abhalten, zum Zwergerlgottesdienst im Freien in den Garten des evangelischen Gemeindezentrums in Arnstorf zu kommen.  Eigentlich war es genau das richtige Wetter für die Geschichte, die Claudia Lachmann und Lektor Jörg Henzen vortrugen. Es ging dabei um die Erlebnisse einer Schnecke, die sich bei für sie idealem Wetter auf die Reise durch eine nasse Wiese begab. Dabei stieß sie auf eine Tafel mit der Aufschrift: „Du bist ein Segen!“ Seitdem sie dies gelesen hatte, beschäftigte sie der Gedanke, ob das auch für sie gilt. Können auch Schnecken, die allgemein meistens Ablehnung erfahren und als Schädlinge gelten, trotzdem ein Segen sein? In der Begegnung mit weiteren Tieren, wie z.B. einem Regenwurm, tauschte sie sich mit ihren Gesprächspartnern darüber aus, was Segen überhaupt bedeutet und wie Segen erfahren wird. Dabei wurden auch die Gottesdienstbesucher, besonders die Kinder, in das Gespräch miteinbezogen. Sie beschrieben, bei welchen Gelegenheiten sie Segen erleben und wie dies aussieht. Vom Segen durch den Pfarrer in der Kirche bis hin zu dem Satz: „Du bist ein Segen!“, wenn sie jemandem helfen, glücklich machen oder eine Freude bereiten. Auf ähnliche Weise endete auch die Geschichte von der Schnecke: Sie begegnete schließlich einem Kind, das sich besonders darüber freute, dass die Schnecke ihr Haus immer schon dabei hat und darum nie eine Unterkunft suchen muss. Die Schnecke erkannte, dass sie den Tieren und Menschen, denen sie auf ihrer Reise begegnete, durch ihre Freundlichkeit und Gesprächsbereitschaft Freude bereitet hatte. So war sie zum Segen geworden für andere. „Das können auch wir Menschen: Den Segen, der von Gott kommt, durch Freundlichkeit und Zuwendung weitergeben. Weil wir uns selbst von Gott geliebt und gesegnet wissen, können wir so selbst zum Segen werden.“, schloss Jörg Henzen seine Ansprache. Da nun auch der Regen wieder etwas stärker einsetzte, wurde der Gottesdienst dann mit Fürbittengebet, Vater unser und dem Segen für alle ganz schnell beendet. Pfarrer Robert Schön dankte Claudia Lachmann und Jörg Henzen dafür, dass sie außer der inhaltlichen Gestaltung auch die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernommen hatten. Seine besondere Freude sagte er den Gottesdienstbesuchern, die trotz des unangenehmen Wetters ausgehalten hatten. Darum bekamen auch alle eine Brezen mit auf den Weg nach Hause, da das traditionelle Grillfest im Anschluss an den Gottesdienst aufgrund der Corona-Pandemie-Schutzvorschriften nicht stattfinden konnte.