LANDESSTELLENPLANUNG

Kartoffel
Bildrechte: Robert Schön

In der letzten Tagung der Landessynode der Evang.-Luth. Kirche in Bayern wurde die aktuelle Runde der Landesstellenplanung beschlossen, die dem absehbaren Rückgang sowohl von evangelischen Gemeindegliedern als auch in der ev. Kirche haupt- und nebenberuflich Tätigen in den kommenden Jahren Rechnung tragen soll. Zu deren Vorbereitung und Umsetzung in unserem Dekanat dienen die Begegnungen des Dekanatsausschusses mit den Kirchengemeinden. Darüber informiert das als Download beigefügte Schreiben / Rahmenbeschluss. Da ist viel zu lesen. Wichtig ist: Grundlage dieser Landesstellenplanung ist die Feststellung durch die Planungsgruppe, wieviele theologisch-pädagogische Stellen (Pfarrer, Diakone, Religionspädagogen /und weibl. Form) jedem Dekanatsbezirk in Zukunft zur Besetzung zustehen; Grundlage hierfür ist im Wesentlichen die Zahl der Gemeindeglieder und das Verhältnis zur Fläche (siehe v.a. S.10 Rahmenbeschluss, Einzelheiten dann auf den folgenden Seiten). Dann wird dem Dekanatsbezirk die Zahl der ihm in Zukunft zur Verfügung stehenden Stellen mitgeteilt und (in unserem Fall der Dekanatsausschuss) entscheidet dann über die Verteilung dieser Stellen innerhalb des Dekanats auf Kirchengemeinden und Arbeitsbereiche (siehe S.19); unserem Dekanat sind nun 23,50 Stellen zugeteilt (eine weniger als bisher, da ist auch der Gesamtrückgang der Kirchenmitgliederzahlen einberechnet) – siehe S. 21. 
Zusätzlich ist die Vorstellung der Kirchengemeinde Arnstorf in Beantwortung der Fragen des Dekanatsausschusses als weiterer Download beigefügt. Beides dient dazu, eine breiteren Personenkreis über die Überlegungen und Planungen zur Zukunft der Evang.-Luth. Kirche in Bayern und der ev. Kirchengemeinde im Besonderen zu informieren. 


Beschluss der Landessynode zur Landesstellenplanung (LStPl) 2020 zur Information für die dekanatlichen Gremien sowie zur Weitergabe an die Referent*innen, Mittelbewirtschaftenden der Fachabteilungen und nachgeordneten Einrichtungen des LKA
Sehr geehrte Damen und Herren,
nach einem intensiven Prozess, an dem viele Verantwortliche auf allen Ebenen unserer Landeskirche beteiligt waren, hat die Landessynode auf ihrer Frühjahrstagung in der letzten Woche die LStPl 2020 und die Erprobungsregelungen zur LStPl 2020 beschlossen. Wir bedanken uns bei allen, die an der Erarbeitung dieser LStPl mit ihren Diskussionsbeiträgen, Fragen, kritischen Perspektiven, Vorschlägen und Erprobungen beteiligt waren!
Mit diesem Schreiben möchten wir Sie über den Stand der Dinge und das weitere Prozedere kurz informieren:
Dieser Beschluss verbindet die LStPl 2020 als offenen und lernenden Prozess inhaltlich und strukturell mit der neuen Planungslogik aller anderen derzeit laufenden Prozesse unserer Landeskirche. Trotzdem wird auch vieles, was sich bei der LStPl 2010 bewährt hat, beibehalten. Dazu gehört unter anderem die sogenannte „Pastorationsdichte“, also das Verhältnis von Gemeindegliedern zu Stellen, das sich nicht verändert und damit für Kontinuität in der Arbeit steht. Auf aktuelle und sich für die Zukunft abzeichnende Herausforderungen reagiert die LStPl 2020 mit der Eröffnung vielfältiger, neuer und innovativer Umsetzungs- und Gestaltungsregeln. So wird z. B. der berufsgruppenübergreifende Einsatz der verschiedenen kirchlichen Berufsgruppen auf bis zu 20 % der Stellen des Rahmenkontingents eines Dekanatsbezirks durch neue Erprobungsregelungen ermöglicht und mit vielen Gestaltungvarianten versehen. Die einzelnen Regelungen finden Sie in einer Synopse auf unserer Intranet-Seite dargestellt.
Im Beschlusstext finden Sie neben Informationen und Begründung zur neuen Berechnungsart der Stellenverteilung auch den Gesamtstellenrahmen sowie die Zuordnung der Stellen zu den unterschiedlichen Einsatzbereichen. Im Mai 2021 erhalten Sie, die Dekane und Dekaninnen, die kirchengemeindegenau berechneten Ergebnisse des 3-Faktoren-Modells von uns zugeschickt. Das Rahmenkontingent für jeden Dekanatsbezirk finden Sie jetzt bereits im Beschluss der Landessynode auf den Seiten 20 und 21 und können es natürlich für Ihre Planungen auch jetzt schon nutzen.

Wir bitten Sie, sich in den begleitend zur Umsetzung der Landesstellenplanung angelegten Evaluationsprozess mit Ihren Erfahrungen, Anregungen aber auch Ihrer Kritik aktiv einzubringen. Denn die beschlossenen Regelungen sind nicht in Stein gemeißelt, sondern werden in diesem lernenden Prozess, je nachdem wie sie sich bewährt haben, verändert und angepasst. Es ist entscheidend für den Erfolg unserer Planungen, in den kommenden Jahren das Gelingende und das zu Entwickelnde transparent und offen miteinander auszutauschen und uns als „Lerngemeinschaft“ zu verstehen. In diesem Zusammenhang erinnern wir gerne an die Erfahrungen der neun Erprobungsdekanate, die allesamt als Erfolgsfaktor empfehlen, die gemeindegenauen Zahlen nicht vornehmlich als Entscheidungsbasis für die Verteilung der Stellen zu verwenden, da sie für den tatsächlichen Stellenbedarf vor Ort nicht aussagekräftig genug sind. Der Stellenbedarf wird nicht nur durch die Gemeindeglieder pro Fläche, sondern vor allem durch die inhaltlichen Aufgaben im Raum deutlich. Diese inhaltlichen Schwerpunkte gilt es vor der Sichtung der Stellenzahlen herauszufinden, zu priorisieren und danach erst die Ressourcen entsprechend zu verteilen. Die Ihnen bereits bekannte Handreichung „Anfangen, Anfangen, Anfangen!“ ist als Anregung, Impulsgeber und Hilfe zur Konzepterstellung für die verschiedenen Arbeitsbereiche konzipiert. Sie ist auf unserer Web-Site eingestellt und kann auch in Papierform bei uns angefordert werden.
Das Verfahren zur Umsetzung der Landesstellenplanung ist im Beschluss der Landessynode unter Punkt 5 auf Seit 25 geregelt. Hier wird auch auf die Landesstellenplanungsverordnung – LStPlV (RS 312) verwiesen. Den vollständigen Beschluss der Landesstellenplanung 2020 und die dazugehörigen Erprobungsregelungen finden Sie auf unserer Intranet-Seite unter dem Link: https://www2.elkb.de/intranet/node/23744
Die Handreichung für die konzeptionelle Arbeit „Anfangen, Anfangen, Anfangen!“ finden Sie unter dem Link: https://www2.elkb.de/intranet/node/25490
Damit sind alle beschlossenen Inhalte öffentlich zugänglich und in Ihren verschiedenen Gremien und Diskussionen nutzbar! Für Rückfragen stehen wir gerne unter den Durchwahlen -248 und -208 und den E-Mailadressen ulrike.kuermeier@elkb.de und johannes.gruenwald@elkb.de zur Verfügung.
Das Team der Abteilung F dankt Ihnen allen herzlich für die intensive Zusammenarbeit und ist gespannt auf die nächsten gemeinsamen Schritte. 
Stefan Reimers Oberkirchenrat