HILTRUD HASSELMEIER BEENDET DIENST ALS PRÄDIKANTIN

Hasselmeier
Bildrechte: Robert Schön


Mit Ablauf des letzten Kirchenjahres (das heißt vor dem Ersten Advent 2020) hat Frau Hiltrud Hasselmeier ihren langjährigen Dienst als zuletzt Prädikantin für unsere Kirchengemeinde beendet. Die Kirchengemeinde Arnstorf ist Frau Hasselmeier zu großem Dank verpflichtet für ihren unermüdlichen Einsatz. 

       Im folgenden Beitrag blickt Hiltrud Hasselmeier zurück auf ihren Dienst: 

Hiltrud Hasselmeier beendet nach 35 Jahren ihren Dienst als Prädikantin
Meine Beweggründe, mich seit 1984 als Lektorin und ab 2005 als Prädikantin zu engagieren, waren die vielen Pfarrerwechsel in der Kirchengemeinde Arnstorf. Seit 1975 waren Herbert Iglhaut, Gerhard Schuler, Gerd Metzger, Frieder und Dorle Zölls, Volker Schmeling, Dorothea Neubert und jetzt Robert Schön hier tätig. In den oft Monate dauernden Zeiten ohne Pfarrer zwischen den Wechseln mussten oft Gottesdienste ausfallen, Hilfe von den Nachbarpfarreien war nicht immer zu erwarten. Mein Verantwortungsgefühl für die Gemeinde und für ein geordnetes Gottesdienstgeschehen war mir als damalige Kirchenvorsteherin und Vertrauensfrau sehr wichtig. Meine Ausbildung als Lehrerin und Katechetin bildeten gute Voraussetzungen für meine Bewerbung als Lektorin. 1988 stimmte der Kirchenvorstand einstimmig meiner Berufung als Lektorin zu. Weitere Seminare und Fortbildungen führten 2005 zur Einführung als Prädikantin einschließlich Sakramentsverwaltung. 
Durch meine Tätigkeit als Katechetin seit 1975 in den Landkreisen Dingolfing und Rottal/Inn hielt ich viele Schulgottesdienste, sowie Einsätze in den Nachbargemeinden und im Parkwohnstift Arnstorf. 
Themengottesdienste wie z.B. „Frauen in der Bibel“ oder „meine liebste Bibelstelle“ zusammen mit anderen Lektoren unserer Gemeinde fanden guten Zuspruch. Mein Engagement bei den ökumenischen Weltgebetstagen sind mir immer noch ein großes Anliegen. 
Die Zeit meiner aktiven Mitarbeit in der Gemeinde hat mir immer große Freude gemacht. Ich wünsche allen Aktiven und der ganzen Gemeinde weiterhin Gottes Segen!  

Das folgende Gebet stammt vermutlich von Theresia von Avila (1515-1592):

Bewahre mich, Gott, vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen. 
Erlöse mich von der großen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. 
Es erscheint mir ja schade, meine ungeheure Ansammlung von Weisheit nicht weitergeben zu können, aber du, Gott, verstehst, dass ich mir ein paar Freunde erhalten will.
Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden. Sie nehmen zu und auch die Lust, sie zu beschreiben.
Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann. Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte kein Heiliger sein – mit ihnen lebt es sich so schwer – aber ein alter Griesgram ist das Krönungswerk des Teufels. 
Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Höchster, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen. 

Ihre Hiltrud Hasselmeier