2021 KONFIRMATIONEN in der ev. Kirchengemeinde Arnstorf-Simbach

Konfirmanden 2021
Bildrechte: Sarah Schön

 

Die Corona-Pandemie hat vielfache und einschneidende Auswirkungen auf das Leben der Menschen in unserem Land, das ist inzwischen hinlänglich bekannt. Die regelmäßigen Gottesdienste an den Sonntagen sind davon weniger betroffen, doch sehr wohl alle besonderen und besonders festlichen Veranstaltungen, die zum Leben in den christlichen Gemeinden regelmäßig dazugehören. So konnte in der ev. Kirchengemeinde Arnstorf-Simbach wie schon letztes Jahr auch diesmal die Konfirmation nicht in der gewohnten Weise mit einem großen Festgottesdienst für die Jugendlichen und ihre Familien unter Beteiligung vieler Gemeindeglieder und Mitwirkender gefeiert werden. Wie im letztem Jahr hatten die Beteiligten sich dazu entschlossen, in der ev. Kreuzkirche Simbach für jede Familie einzeln den Konfirmationsgottesdienst durchzuführen, damit alle Vorschriften zum Schutz vor der Corona-Pandemie eingehalten werden konnten. Auch wollte man nicht länger warten und das Fest auf spätere Zeitpunkte verschieben, da Vieles, was Feiern in Familie und Kirche betrifft und eine gewisse Vorbereitungszeit braucht, auf absehbare Zeit weiterhin mit großen Unsicherheiten behaftet bleiben wird. 
So trafen sich Pfarrer Robert Schön, Vertrauensmann des Kirchenvorstands Martin Kreft, Mesnerin Sarah Schön und die Musikerinnen Anna Wagner und Helga Scholz (der zudem gedankt wurde für den Blumenschmuck in der Kirche) am letzten Wochenende in der Kreuzkirche Simbach jeweils zu eigenen Gottesdiensten mit den Familien von Tobias Mehrbrodt, Nicole Fruth und Sophia Wagner (alle aus Arnstorf).  
In seiner Ansprache ging Pfarrer Schön auf ein Gleichnis aus dem Lukasevangelium ein. Dort erzählt Jesus von zwei Männern, die jeweils Häuser bauten, der eine hatte auch für festen Untergrund gesorgt, der andere nicht. Darum fiel auch das Haus des zweiten bei einem Unwetter in sich zusammen, da es keine stabile Grundlage hatte. Über den Gedanken der festen Grundlage stellte der Geistliche den Vergleich her für die Gegenwart und auch die persönliche Lage der Konfirmanden. Nicht nur durch die gegenwärtige Corona-Pandemie seien viele Menschen verunsichert und fragten danach, was wirklich Halt gebe im Leben und worauf man sich wirklich verlassen könne. Die Konfirmanden als Jugendliche im Alter von 14 Jahren beschäftigten sich mit denselben Fragen allein schon aufgrund des Stadiums ihrer körperlichen und geistlichen Entwicklung, in dem sie sich gerade befänden und welches von vielen Veränderungen geprägt ist. Da sei es hilfreich, dass in der Konfirmation noch einmal erinnert wird an die Taufe, die sie als kleine Kinder empfangen hätten. Dies im Besonderen verbunden mit der Zusage Gottes, dass er sie im Leben begleiten und behüten wolle. Auf dieses Angebot könnten sie nun im Gottesdienst mit feierlichen Worten aktiv antworten und dies mit ihrer eigenen Zustimmung annehmen. Denn Gott wolle auch weiterhin ihr Begleiter sein und ihnen Halt und feste Grundlage für ihr Leben bieten. 
Dies taten dann die Jugendlichen in ihren jeweiligen Gottesdiensten, indem sie zusammen mit allen Anwesenden das Glaubensbekenntnis sprachen und auf die Frage: „Wollt Ihr weiterhin bei Jesus Christus und in seiner Kirche bleiben?“ antworteten: „Ja, mit Gottes Hilfe!“ Daraufhin erhielt jeder persönlich Gottes Segen zugesprochen, verbunden mit dem Geschenken Kreuz und Urkunde, versehen mit einem persönlichen Bibelwort als Konfirmationsspruch. 
Bevor dann gemeinsam Abendmahl gefeiert wurde, hieß Martin Kreft, Vertrauensmann des Kirchenvorstands, in seiner Rede die Jugendlichen willkommen in der Kirchengemeinde als nun mit allen kirchlichen Rechten ausgestattete Mitglieder. 

Das Bild zeigt alle Konfirmanden nach der gemeinsamen Probe für ihre Gottesdienste.